Spiel, bis du stirbst

Ein Krimi, bei welchem die Protagonistin sowohl Detektivin als auch Domina ist. Als die Partnerin ihres besten Freundes ihn unerwartet verlässt und kurz später tot aufgefunden wird beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Da die Tote Wunden hat, welche auf BDSM-Praktiken schliessen lassen hat sie dank ihrer Szenenangehörigkeit einen grossen Vorteil zur Polizei, welche dann auch mit ihr zusammenarbeiten will. Zugleich lernt sie eine junge Frau kennen, welche sich in sie verliebt. Bisher immer heterosexuell, weiss sie zuerst nicht, wie sie damit umgehen soll, zumal ihr die Frau auch sehr sympatisch ist.

Die Verschiedenen Handlungsstränge des Buches verbinden und ergänzen sich sehr gut ohne verwirrend zu sein. Es ist sehr flüssig geschrieben und liest sich angenehm. Die Personen sind gut porträtiert ohne sich in überflüssigen Details zu verlieren.

Besonders gelungen ist die Unterscheidung zwischen unserem einvernehmlichen BDSM und dem nicht einvernehmlichen, welches die Mörder praktizieren. Der Autor scheint viel recherchiert zu haben und geht sowohl das BDSM-Thema wie auch die Bisexualität sehr einfühlsam und fern von Klisches an. Es geling ihm, diese Themen so zu beschreiben, dass sie auch für nicht BDSMler/innen nachvollziehbar sein dürften.

Sönke Brandschwert
Spiel, bis du stirbst
Sigrid Böhme Verlag
319 Seiten, Softcover
ISBN 978-3-9427250-0-2

Geschrieben von …13…

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Liebe an der Schmerzgrenze

Die Leichtigkeit des Leidens – 16 Gespräche über den Reiz des Sadomasochismus

Wie der Untertitel schon sagt haben die Autoren für dieses Buch 16 Menschen und Paare interviewt. Daraus entstanden ist eine wunderbare Bandbreite an Erfahrungen, Fantasien und Meinungen zu BDSM. Von gelegentlichen Spielen über regelmäsige Spielbeziehungen bis zu 24/7 und TPE (Total Power Exchange) ist alles vorhanden. Auch bei den Personen sind mit der 20-jährigen Studentin, der 32-jährigen Domina, dem 55-jährigen IT-Berater und vielen anderen eine grosse Vielfalt an Individuen anzutreffen. Jeder einzelne lässt uns anschaulich und reflektiert an seinem BDSM teilhaben.

Die Auseinandersetzung mit Sexualität, Schmerz, Dominanz und Submission werden einem in diesem Buch näher gebracht. Jedes der Gespräche hat seinen ganz eigenen Charakter und zeigt die persönliche Sicht auf BDSM der interviewten Person auf. Auch Aspekte des BDSM, welche einem bis anhin unverständlich waren, sind nach der Lektüre besser greifbar.

Er einzige Kritikpunkt ist für mich die vorwiegend heterosexuelle Betrachtung. Trans*themen sind sogar komplett inexistent. Dies ist aber wirklich die Nadel im Heuhaufen, das Buch ist sehr gut geschrieben und auch vom Inhalt absolut empfehlenswert, sei es für Neulinge, alte Hasen oder um Nicht-BDSMlern einen Einblick in unsere Welt zu geben.

Tim Bussen & Stephanie Maria
LIEBE AN DER SCHMERZGRENZE
Die Leichtigkeit des Leidens – 
16 Gespräche über den Reiz des Sadomasochismus
320 Seiten | Taschenbuch
ISBN 978-3-89602-584-5

Geschrieben von …13…

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