Schatten

Vorweg, das Buch wird als Erotikthriller bezeichnet, ist aber für mich eher ein BDSM-Krimi. Und das ist schon alle Negativkritik die ich anbringen kann.

Zum Inhalt: In Wien werden kurz nacheinander drei Frauen gefunden, die an Kreuzen festgenagelt und mit BDSM-Praktiken zu tode gefoltert werden. Aus diesem Grund wird der ehemalige Polizist und jetztige BDSM-Club Besitzer Marcus Wolf zu den Ermittlungen hinzugezogen. Die Spuren weisen sehr schnell darauf hin, dass der Mörder die Frauen in seinem Club findet, was das Ganze für ihn zur persönlichen angelegenheit macht. Mit Hilfe seiner drei Frauen -welche auch seine Subs und mitverantwortlich für den Club sind- macht er sich an die Recherchen. Schnell merken sie, dass es schlimm aussieht, alle Spuren zeigen zu ihnen und nur sie selber wissen mit Sicherheit, dass sie nichts damit zu tun haben. Die Geschichte ist gewürzt mit jeder Menge erstklassigem BDSM.

Die Beziehung zwischen den Hauptprotagonist*innen ist sehr offen und einfühlsam beschrieben, allgemein sind die Charaktere sehr gut geschildert und auch die Sprache gefällt mir.
Man merkt, dass sich der Autor in der Szene auskennt und nicht nur Phantasiert.

Das Buch ist Liebe, es ist BDSM und es regt auch zum Nachdenken an. Ich habe beim Lesen gelacht, geweint, bin spitz geworden, und es ist spannend, was will man mehr?

Andras
Schatten
Heyne Hardcore Verlag
592 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978-3-453-43242-0

Geschrieben von …13…

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Spiel, bis du stirbst

Ein Krimi, bei welchem die Protagonistin sowohl Detektivin als auch Domina ist. Als die Partnerin ihres besten Freundes ihn unerwartet verlässt und kurz später tot aufgefunden wird beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Da die Tote Wunden hat, welche auf BDSM-Praktiken schliessen lassen hat sie dank ihrer Szenenangehörigkeit einen grossen Vorteil zur Polizei, welche dann auch mit ihr zusammenarbeiten will. Zugleich lernt sie eine junge Frau kennen, welche sich in sie verliebt. Bisher immer heterosexuell, weiss sie zuerst nicht, wie sie damit umgehen soll, zumal ihr die Frau auch sehr sympatisch ist.

Die Verschiedenen Handlungsstränge des Buches verbinden und ergänzen sich sehr gut ohne verwirrend zu sein. Es ist sehr flüssig geschrieben und liest sich angenehm. Die Personen sind gut porträtiert ohne sich in überflüssigen Details zu verlieren.

Besonders gelungen ist die Unterscheidung zwischen unserem einvernehmlichen BDSM und dem nicht einvernehmlichen, welches die Mörder praktizieren. Der Autor scheint viel recherchiert zu haben und geht sowohl das BDSM-Thema wie auch die Bisexualität sehr einfühlsam und fern von Klisches an. Es geling ihm, diese Themen so zu beschreiben, dass sie auch für nicht BDSMler/innen nachvollziehbar sein dürften.

Sönke Brandschwert
Spiel, bis du stirbst
Sigrid Böhme Verlag
319 Seiten, Softcover
ISBN 978-3-9427250-0-2

Geschrieben von …13…

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Liebe an der Schmerzgrenze

Die Leichtigkeit des Leidens – 16 Gespräche über den Reiz des Sadomasochismus

Wie der Untertitel schon sagt haben die Autoren für dieses Buch 16 Menschen und Paare interviewt. Daraus entstanden ist eine wunderbare Bandbreite an Erfahrungen, Fantasien und Meinungen zu BDSM. Von gelegentlichen Spielen über regelmäsige Spielbeziehungen bis zu 24/7 und TPE (Total Power Exchange) ist alles vorhanden. Auch bei den Personen sind mit der 20-jährigen Studentin, der 32-jährigen Domina, dem 55-jährigen IT-Berater und vielen anderen eine grosse Vielfalt an Individuen anzutreffen. Jeder einzelne lässt uns anschaulich und reflektiert an seinem BDSM teilhaben.

Die Auseinandersetzung mit Sexualität, Schmerz, Dominanz und Submission werden einem in diesem Buch näher gebracht. Jedes der Gespräche hat seinen ganz eigenen Charakter und zeigt die persönliche Sicht auf BDSM der interviewten Person auf. Auch Aspekte des BDSM, welche einem bis anhin unverständlich waren, sind nach der Lektüre besser greifbar.

Er einzige Kritikpunkt ist für mich die vorwiegend heterosexuelle Betrachtung. Trans*themen sind sogar komplett inexistent. Dies ist aber wirklich die Nadel im Heuhaufen, das Buch ist sehr gut geschrieben und auch vom Inhalt absolut empfehlenswert, sei es für Neulinge, alte Hasen oder um Nicht-BDSMlern einen Einblick in unsere Welt zu geben.

Tim Bussen & Stephanie Maria
LIEBE AN DER SCHMERZGRENZE
Die Leichtigkeit des Leidens – 
16 Gespräche über den Reiz des Sadomasochismus
320 Seiten | Taschenbuch
ISBN 978-3-89602-584-5

Geschrieben von …13…

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