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Mythenumranktes BDSM

Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn sich Nebelschwaden auf die Landschaft legen und es im Kamin knistert, passt das wunderbar, sich ein paar Märchen zu BDSM zu erzählen… Wir machen hier genau das Gegenteil. Wir laubbläsern den Quatsch weg, verorten und entblössen ein paar hartnäckige Mythen die sich zu BDSM, zumindest in unserer Gesellschaft, aber auch manchmal in versteckten Zimmern unserer Köpfe halten.

Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn sich Nebelschwaden auf die Landschaft legen und es im Kamin knistert, passt das wunderbar, sich ein paar Märchen zu BDSM zu erzählen… Wir machen hier genau das Gegenteil. Wir laubbläsern den Quatsch weg, verorten und entblössen ein paar hartnäckige Mythen die sich zu BDSM, zumindest in unserer Gesellschaft, aber auch manchmal in versteckten Zimmern unserer Köpfe halten.

Mythos #1: «Männer, die in verantwortungsvollen, gut bezahlten Jobs sind, lassen sich gerne dominieren als Ausgleich.» Der Genuss Verantwortung abzugeben, nicht entscheiden zu müssen, gewisse Regionen im Gehirn abschalten zu dürfen, ist für viele Menschen, die in einem Spiel subben, eine Motivation genau das zu tun. Die Verbindung zu wohlhabenden, erfolgreichen Männern hat aber einen anderen Hintergrund. Seit es die Menschheit gibt, gibt es BDSM. Die uns bekannte Professionalisierung und Spezialisierung im Sexgewerbe zur Domina ist in der heut bekannten Form aber nur ein paar hundert Jahre alt. Und da haben wir auch schon aufgedeckt woher dieser Mythos kommt: Die Preise für eine Session bei einer Domina waren schon damals höher, als für eine halbe Stunde mit einer «gewöhnlichen» Sexarbeiterin (dazu gibt es toll dokumentierte Gerichtsakten). Darum muss man die Überlegung einbeziehen, welche Männer, die gerne subben, sich das überhaupt leisten konnten in einem solchen Setting. Entsprechend wurden auch das die publik gemachten Fälle, wenn der Bürgermeister bei der Domina “erwischt” wurde und so hat sich der Mythos in den Köpfen verbreitet, weil normale Büezer nicht in die Presse kamen mit ihrem Dominabesuch.. Würde man aber heute wie auch damals eine repräsentative Umfrage starten bei Männern in einer gewissen Lohnklasse, dann wird nicht das Resultat dabei raus kommen, dass ein verantwortungsvoller Job sich mit dem Bedürfnis nach sexueller Unterwerfung deckt.

Mythos #2: «Wer BDSM betreibt, hat in der Kindheit was Übles erlebt und ist psychisch krank.» Die neuere Geschichte des BDSM ist schaurig nahe verknüpft mit der Geschichte der Psychiatrie, einfach weil auch all die Psychoanalytiker nur Menschen sind und fasziniert waren von Sex – dem den sie haben und dem den sie gerne hätten. Wegen vielen Theorien, die aus einer sehr moralisch geprägten und empathiefreien Sichtweise geschrieben wurden, hat das eine richtig lange, eingefleischte Tradition Sexualität und psychische Störungen miteinander zu verknüpfen. Freud und die Theorie des Penisneids ist ein bekanntes Beispiel dafür, wie abstrus frühe Werke zu Psychonanalyse und verwandten Gebieten sein konnten. Schaut man sich aber repräsentative Studien an, hält sich das nicht.1 Ob jemand aus seiner Kindheit unverarbeitete Traumas mit sich trägt oder nicht, hat keinen Einfluss darauf, ob dieser Mensch im Erwachsenenalter auf BDSM steht oder nicht. Das geht sogar noch weiter: Studien haben gezeigt, dass BDSMler im Alltag nicht nur glücklicher sind, sondern sogar auch psychisch «solider» und besser mit all dem umgehen können, was einem das Leben so anwirft2. Gerade letztes Jahr kam eine Arbeit raus, die nachgewiesen hat, dass Menschen, die im BDSM Kontext gerne sadistisch sind (sprich Sadismus in einem einvernehmlichen Verhältnis), in ihrem sonstigen Leben bedeutend seltener sadistisch sich verhalten sondern empathischer sind.3

Mythos #3: «Feministin sein und Sub zu einem Mann sein, geht nicht.» Die tolle Simone de Beauvoir hat «Soll man de Sade verbrennen» geschrieben, ein Buch, zu dem sie selbst im Alter aber ein gespaltenes Verhältnis entwickelt hat. Es gibt in der vielfältigen Geschichte des Feminismus tatsächlich immer wieder Schriften und Statements gegen BDSM. Genauso oft, und das wird dann nicht erwähnt, Schriften für BDSM und für eine selbstbestimmte Sexualität. Während früher noch oft betont wurde «Wir kämpfen gegen eine patriarchalische Gesellschaft und dann reproduziert eine Frau im Schlafzimmer oder vor der Kamera auf extreme Weise das, wogegen wir ankämpfen?», hat sich diese Betonung gewandelt zu einem «Wir kämpfen gegen eine patriarchalische Gesellschaft und Frauen sollen selbstbestimmt ihre Sexualität ausleben dürfen, was auch immer das in einem einvernehmlichen Verhältnis bedeutet». Wer sich jemandem in einem Spielsetting unterwirft, will damit nicht die Aussage machen, dass das «der natürliche Platz der Frau» ist oder dass Männer mehr verdienen sollen. Sondern, dass in diesem spezifischen Setting die Unterwerfung zu diesem spezifischen Gegenüber toll ist. Mir als Mann ist es unwohl, zu diesem Thema zu schreiben. Ich möchte als Kinkster quasi nicht einfach nur die Aussagen betonen, die mir gefallen und möchte als Verfechter des Feminismus auch nicht das beschriebene Unbehagen an einem solchen D/s Setting verschweigen. Darum verweise ich für Interessierte auf die tollen Autor*innen Roxane Gay und Meg-John Barker.

Mythos #4: «Marquis de Sade, da er auch Namensgeber ist, hat SM erfunden – beim Kaffeeplausch mit dem Herrn Sacher Masoch.» BDSM ist viel älter und hat über die Jahrtausende verschiedene Namen gehabt, aber anscheinend gab es über lange Zeit nicht das Bedürfnis, SM spezifisch und genau zu umschreiben. Das kam erst auf, als die Psychiatrie und Psychoanalyse sich verbreitet hat. De Sade und Sacher Masoch waren dann einfach per Zufall die Autoren, die zu dieser Zeit einen grossen Einfluss auf den Diskurs dieser beiden Enden des Spektrums hatten. Sie waren Teil der damaligen verbotenen Popkultur sozusagen. That’s all. Und in wenigen Jahrzehnten hat sich SM gegenüber anderen Begriffen durchgesetzt. Da muss man vielleicht noch nachschieben, dass die beiden sich nicht kannten, weil sie einen Altersunterschied von hundert Jahren haben, und sich frühestens in der Hölle getroffen haben – vermutlich nicht zum Kaffeeplausch.

Mythos #5: «Wer mit Age-Regression spielt, ist eigentlich pädophil.» Im Kink spielen wir gerne mit Tabus, mit dem Übernehmen und Abgeben von Verantwortung. Das schöne daran ist, dass ein Gegenüber eben diese Verantwortung willentlich abgeben möchte. Dieser Konsens steht dadurch im Gegensatz zu diesem Mythos. Jemand, der gar nicht entscheiden kann oder etwas nicht will, kann keinen Konsens geben. Mit diesem Mythos werden sozusagen Äpfel mit Birnen verglichen, oder eher Äpfel mit Kleiderbügeln. Dieser Mythos lässt sich vielleicht mit spitzigen Gegenfragen entkräften: Heisst das, dass wer auf Ponyplay steht, eigentlich Pferde begehrt? Heisst das, dass wer sich gern floggen lässt, gerne im Alltag auf Legosteine tritt? Wer sich gern die Augen verbinden lässt, lieber blind wäre? Wer Humiliation mag, sich gerne im Tram beschimpfen lässt? Wer Vibratoren toll findet, mehr Erdbeben will? Wer Bondage mag, in den Knast will? Wer Sex mag, mit jedem und jeder ins Bett will? Mit CNC, Watersports, Medicalplay könnte ich jetzt noch doofere Gegenfragen stellen. Was zwei oder mehr erwachsene Leute einvernehmlich tun als Sex, als Spiel, als Rollenspiel, ist nichts anderes als genau das. Den Konsens aus diesem Setting herauszunehmen und die Lust an einer spezifischen Situation auf völlig fremde Situationen anzuwenden, ist absurd.

So, fertig gelaubbläsert. Ich geh jetzt Legosteine wegräumen.

1 https://www.jsm.jsexmed.org/article/S1743-6095(15)30447-1/fulltext

2 https://www.dropbox.com/s/l8ep7ws8v1a1nbx/Erickson%20%26%20Sagarin%20%282021%20OnlineFirst%29.pdf?dl=0

3 Connolly, P. H. (2006). Psychological functioning of bondage/domination/sado-masochism (BDSM) practitioners. Journal of Psychology and Human Sexuality, 18, 79-120.

En guete Rutsch … mit Gleitmittel

einem ähnlichen Problem wie wenn man im Starbucks einfach “irgend es Kafi” will – die Auswahl ist riesig. Darum hier mal eine Auslegeordnung zu Gleitmittel, oder Lube wie man es aus dem Englischen eingebürgert nennt, und zwar aus einer realistischen BDSM Perspektive.

(Diesen Blog schreibe ich als interessierter «Praktiker». Ich habe keinerlei medizinische oder chemische Ausbildung.)

Da geht man in den Sexshop und will einfach einen Lube kaufen und steckt in einem ähnlichen Problem wie wenn man im Starbucks einfach “irgend es Kafi” will – die Auswahl ist riesig. Darum hier mal eine Auslegeordnung zu Gleitmittel, oder Lube wie man es aus dem Englischen eingebürgert nennt, und zwar aus einer realistischen BDSM Perspektive.

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass Gleitmittel eine grossartige Sache sind. Und liebe Männer (oder auch Frauen): Die Vorstellung, dass die Erregtheit einer Frau sich immer am Feuchtigkeitsgrad des «Höschens» zeigt, ist nicht nur Blödsinn, sondern auch gefährlich. Damit setzt man die Idee frei, dass es ein «Scheitern» ist, wenn Lube für Vaginalverkehr benutzt wird. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Lube macht alles fröhlicher, nicht nur Fisten. Und wie sich die Erregtheit eures Gegenübers zeigt, kann niemand besser artikulieren als euer Gegenüber selbst.

Es gibt drei Arten von Lubes. Öl, Silikon und Wasser.

Mit wasserbasierten Lubes macht man grundsätzlich nichts falsch, ausser man versucht es unter der Dusche einzusetzen, denn Wasser setzt es ausser Kraft. Es ist verträglich mit allen Toy-Materialien, Kondomen, Handschuhen und Kleidungen, leitet Elektrizität und ist überall erhältlich. Flecken auf Leder, Bettwäsche, Latex sind einfach weg gemacht. Mit wasserbasierten Lubes läuft man aber schnell in die Situation, dass es nicht ausreicht, zuwenig lange oder zu wenig flutschig gleitet. Also nur um das klarzustellen, mit jedem Gleitmittel ist es notwendig, dass man mehrfach aufträgt – Gleitmittel werden absorbiert und kaum eines kann über eine ganze Session hinweg genügend Gleitfähigkeit bieten mit nur einmaligem auftragen. Es gibt auch wasserbasierte Extra-Anallubes, die dafür designt sind länger und flutschiger zu wirken, aber das reicht für Fisting oder heftigeres Spiel eben oft dann doch nicht aus. Manche schwören auch auf Pulvermischungen, die man selbst anrührt, die das leisten können.

Hier kommen die silikonbasierten Lubes ins Spiel. Diese sind merklich schmieriger, und darum super für beispielsweise Analsex geeignet – eben weil sie mehr schmieren und etwas länger anhalten. Mit Kondomen wie auch Handschuhen und Kleidungen sind die problemlos verträglich, härter wegzuputzen (wenn Seife und Wasser immer noch schmierige Rückstände hinterlassen hilft Alkohol), aber kein Weltuntergang. Jetzt aber wird es etwas komplizierter: Es gibt den hartnäckigen Mythos, dass Silikongleitmittel nicht mit Silikon-Toys verträglich sind. Das stimmt nur so halb. Silikon ist als Material in der Sexspielzeugwelt nicht reguliert, nur bspw. in der Medizin- oder Lebensmittelindustrie. Das heisst, Objekte minderer Qualität oder solche die gar nicht aus Silikon sind, aber als solche ausgegeben werden, können beim Kontakt mit Silikongleitmittel chemisch reagieren und sich verformen. Bei Spielzeugen, die jetzt nicht für fünf Franken aufm Herren-WC erhältlich sind, ist das aber oft kein Thema. Anders sieht das aus bei «weichen» Toys wie TPE, PVC, Cyperskin etc. Das verträgt sich nicht mit Silikonlube. Was für eine Art Plastikmaterial das Toy ist, sollte auf der Box angegeben sein. Nicht poröse Materialien wie Stahl oder Glas wiederum sind kein Problem. Bei Elektroplay ist es leider eine Spassbremse.

Pflanzenöl- oder Mineralölbasierte Gleitmittel schmieren mit Abstand am besten. Öl aber macht Latex kaputt, was Experimentierfreudige mit einem Gummi einfach testen können. Das heisst die normalen Kondome, Latex-Kleidung, Latex-Handschuhe sind ein No-Go mit Öl. Da müssen Kondome oder Handschuhe aus anderem Material her wie PU (aber nicht Polyisopren, ein synthetischer Latex ohne natürlichen Kautschuk) oder Nitril. Fettflecken auf Kleidung kennen wir alle, entsprechend anstrengend kann’s auf dem Bettzeug sein. Für Elektroplay ist es die falsche Wahl. Öl kann auch über längere Zeit Plastikmaterialien bei Toys tatsächlich schädigen, da gibt’s gruslige Videos online – die sind aber in eher unrealistischen Experiment-Szenarien, wo ein Spielzeug lange Zeit in Öl gelagert wird, gefilmt. Wenn doch mit Plastiktoys und Öl gespielt wurde, ist das Abwaschen danach mit Seife und Wasser schonmal ein guter Schritt. Silikontoys hingegen, auch wenn man das immer wieder überall liest, schädigt es nicht – oder nicht in einem realistischen Szenario. Diese Falschannahme kommt aus Zeiten, als Silikontoys nicht aus Silikon oder nicht aus reinem Silikon bestanden. Ein weiterer Mythos ist, dass es ungesund sei für Vulvas und dort Bakterien «einschliesse». Das basiert auf einer kleinen amerikanischen Studie mit knapp 200 Frauen in Bezug auf bakterieller Vaginose BV1. Und es drängt sich mir sehr der Verdacht auf, dass das mit unsauberen Fingern im Vaseline-Topf zutun hat und nicht mit Schleimhäuten – aber hiermit sei darauf hingewiesen. Obendrauf kommt noch: Wasserbasierte und silikonbasierte Gleitmittel sind Produkte mit entsprechender Industrie dahinter. Dann von ganz normalen Kokosnuss Öl oder Melkfett zu sprechen, mag in der Welt der bezahlten Sex-Education-Blogs nicht so attraktiv sein, geschweige denn auf den Homepages der Lube-Hersteller. Nichtsdestotrotz: Dieses Pro-Öl-Statement stammt von mir und vielen anderen Praktizierenden, und widerspricht der gängigen ärztlichen Meinung und der Meinung von vielen anderen Expert*innen. Deswegen geniesst das obenstehende unbedingt mit Vorsicht!

Wenn ihr mit Lube egal welcher Art spielt, benutzt ihr den ja mehrfach während dem Spiel. Schmiert die Flüssigkeit dabei nicht mit den Fingern vom Behälter ab. Die meisten sind ja so designt, dass man es in die Hände spritzen kann. Was dann noch an der Tube oder Flasche übrig bleibt als Tropfen kann man getrost nach dem Spiel mit einem Taschentuch wegmachen, statt mit den bereits sehr beschäftigten Fingern oder Handschuhen. Eine tolle Alternative ist es auch den Flutsch einfach in einen sauberen Seifenspender umzufüllen.

Fun Fact: Es gibt ne deutsche Gleitmittel Marke die Flutschi heisst und ich finde das sauglatt.

Und was ist jetzt mit den Aroma-Lubes, den Lubes die aufheizen, verzögern, prickeln, Spermien killen etc.? Wenn man Lust auf die hat, muss man sich bewusst sein, dass damit auch Chemikalien in den Körper kommen könnten, die nicht so famos sind. Für viele ist Oralsex mit Aroma Lube oder ein Gleitmittel dass nicht nur flutscht, sondern auch prickelt, trotzdem toll.

Während dem Spiel Lube zu benutzen, kann in jeder Art von Dynamik eine grosse Freude sein. Anstatt das wie einen komplizierten Zusatzakt zu behandeln, könnt ihr den Moment, wo der Lube rausgenommen wird, zelebrieren, geniessen, es Sensation-Play mässig ausspielen wenn der Sub zum ersten Mal eure benetzten Finger spürt, ihr könnt mit den Geräuschen drohen, es mit Worten in euer Spielsetting lustvoll einbinden, es grossflächig über eine Massage einleiten, es auf die Öffnung draufklatschen… ach die Möglichkeiten sind unbegrenzt!

Drum: En guete Rutsch!

(Für die besonders Interessierten gibt’s hier noch einen letzten komplizierten Schlenker: Beim wasserbasierten Lube gibt es zwei Faktoren, die für die Gesundheit der Vulva und die Übertragung von Geschlechtskrankheiten einen Einfluss haben können. Nämlich der pH Wert und die Osmolalität des Gleitmittels. Der pH Wert sollte gemäss WHO für Vaginalsex zwischen 3.8-4.5 liegen und Analsex 5.5-7. Diese Werte auf den Herstellerseiten zu finden, pff, viel Erfolg. Osmolalität bezeichnet das Verhältnis von aufgelösten Teilchen zum Wasser in dem sie drin sind. Dieser Wert sollte bei Lube idealerweise nicht über 380 gehen, aber maximal 1200 mOsm/kg sein, wieder gemäss WHO. Warum? Wenn dieser Wert zu hoch geht, trocknet es die Haut aus, macht sie rissig, und dadurch empfänglicher für Geschlechtskrankheiten. Unter diesem Link findet ihr mehr dazu: https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/76580/WHO_RHR_12.33_eng.pdf;jsessionid=A125D1E1758A8AFB62FA409A2B65309E?sequence=1

1 https://journals.lww.com/greenjournal/Abstract/2013/04000/Intravaginal_Practices_and_Risk_of_Bacterial.12.aspx

Der Vorstand stellt sich vor – Fäbu

Vor nicht allzu langer Zeit stolperte ich über folgendes Zitat:

“In jedem alten Menschen steckt ein junger,
der sich fragt, was mit ihm passiert ist”.
~Terry Pratchett

Als ich dieses Zitat las, wurde mir bewusst, wie schnell die Zeit vergeht, wie viel Zeit für mich bereits vergangen ist und mit jedem Tag eine Chance verloren geht. In diesem Sinne begann ich nicht nur das, was ich liebe, zu akzeptieren, sondern auch aktiv daran teilzunehmen, das Leben zu leben und wirkliche Abenteuer zu erleben.

Als introvertierter und geekiger Mensch, war das für mich natürlich ein großer Schritt und nicht allzu schlecht. Ich habe viele Menschen getroffen, neue Freunde gefunden und viele neue Erfahrungen gemacht. Aber vor allem habe ich auch viel über mich selbst gelernt, was ich kann und was für ein Mensch ich bin. Ich lernte eine neue Welt kennen, eine Welt, in der die Menschen dich so akzeptieren wie du bist, eine Welt, in der wir alle eine gemeinsame Leidenschaft teilen, egal in welcher Form. Ich habe die Welt der Metalfestivals kennengelernt.

Das mag ein bisschen abwegig klingen, ich weiß, aber diese Erfahrungen, diese “ersten Schritte” aus meiner Komfortzone gaben mir den Mut, zu versuchen, mich mit Menschen auf einer tieferen Ebene zu verbinden, mich anderen Menschen anzuvertrauen, wie ich mich fühle, was für Gefühle ich bei ihnen   und welche Gefühle sie bei mir verursachen sollen.

Und diese Gelegenheit kam völlig unerwartet, als ich neben einer belebten Straße eine Wurst aß und mit einer Freundin sprach. Sie “offenbarte” sich mir und lud mich ein, mich einer Gruppe von Gleichgesinnten anzuschließen, die sich einmal im Monat treffen, um miteinander zu reden, ein Bierchen zu trinken und dabei die arme Kellnerin nicht zu verschrecken, die glücklicherweise nicht weiß, worüber sich diese kleine Gruppe leidenschaftlich unterhält.

In dieser Runde bin ich dann auch auf die IG-BDSM gestoßen und nach längerer Hartnäckigkeit gewisser Vorstandsmitglieder wagte ich mich an einen Newbie Event. Dieser Event hat mein Leben verändert, einen Stein ins Rollen gebracht. Obwohl immer noch relativ neu in der Szene, existieren mittlerweile Welten zwischen dem was ich war und wer ich heute bin. Und diese Veränderung habe ich jedem einzelnen Mitglied des Vorstands zu verdanken, da ohne Ausnahme jeder von ihnen ein Aha-Erlebnis bei mir verursacht hat, ein Moment in dem es geklickt hat und die Welt plötzlich ein bisschen mehr Sinn machte. Sie haben mir nicht nur mein Leben gerettet, sie haben mir ein Leben gegeben! 

Und deswegen versuche ich nun, meinen Betrag die IG zu unterstützen zu leisten und betreue die technische Seite der IG, damit auch andere eine solche Erfahrung erleben dürfen .

BDSM und psychologische Diagnostik

Disclaimer

Ich habe weder einen psychologisch-medizinischen noch einen rechtlichen Hintergrund, sondern bezeichne mich als enthusiastischen Laien. Alle Information in diesem Blog stammt aus meiner eigenen Recherche, wobei ich mich dabei oft auf Zusammenfassungen von anderen Organisationen verlassen habe [3, 7, 8]. Dieser Blog kann aktualisiert werden, falls sich inhaltliche Fehler eingeschlichen haben sollten.

DSM und ICD

Es gibt zwei Standardwerke für die Klassifizierung von psychologischen Störungen: Das “Diagnostische und Statistische Manual Psychologischer Störungen” (kurz DSM, verfasst von der American Psychiatric Association APA [1]), sowie die breiter gefasste “Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme” (kurz ICD, verfasst von der Weltgesundheitsorganisation WHO [2]), welche sich über alle medizinischen Themen erstreckt. Die aktuelle Version DSM-5 wurde im Jahr 2013 veröffentlicht. Die ICD-10 stammt aus dem Jahr 1992, wurde aber mehrmals aktualisiert, zuletzt 2016. Die neue Version ICD-11 soll 2019 veröffentlicht werden. Die ICD ist wegen der gewollten interkulturellen Perspektive oft weniger präzise formuliert, während sich die DSM vor allem auf die Situation in den USA bezieht.

Sinn und Zweck von DSM und ICD sind die klare, strukturierte Definition und Diagnose von (psychologischen) Störungen, was die Kommunikation unter medizinischem Personal erleichtert, Behandlungen zuverlässiger macht und die Forschung erleichtert. Beide Werke sind in Kapitel und Codes aufgeteilt, wobei die Codes entweder identisch sind, oder mit Tabellen einander zugeordnet werden können. So findet sich zum Beispiel in beiden Werken der Code F65.5 “Sadomasochismus”, aber in unterschiedlichen Kapiteln: In der DSM-5 unter “Paraphile Störungen”, in der ICD-10 unter “Mental and behavioural disorders -> Disorders of adult personality and behaviour -> Disorders of sexual preference”.

Da es zur DSM in Bezug auf BDSM und sexuelle Orientierung bessere Sekundärliteratur gibt, beziehen sich die fortan aufgeführten Beispiele fast ausschliesslich auf die DSM. Die Kapitel der ICD zu diesen Themen haben aber im selben Zeitraum eine sehr ähnliche Entwicklung erlebt.

Paraphilie

Unter den Fachbegriff Paraphilie fallen sämtliche Aktivitäten, welche zu sexueller Erregung führen, aber nicht die Genitalien umfassen. Dazu gehören einerseits fast sämtliche BDSM-Aktivitäten, andererseits aber auch kriminelles Verhalten ohne Einverständnis. Die DSM V definiert Paraphilie wie folgt [4]:

“Der Begriff der Paraphilie bezeichnet jedes intensive und anhaltende sexuelle Interesse, das kein sexuelles Interesse an genitaler Stimulation oder am Vorspiel für sexuelle Handlungen mit phänotypisch normalen, körperlich erwachsenen, einwilligenden menschlichen Partner ist.”

Folgende paraphilen Störungen werden explizit unterschieden:

  • Voyeurismus (andere Menschen bei sexuellen Aktivitäten beobachten)
  • Exhibitionismus (eigene Genitalien vor anderen Menschen entblössen)
  • Frotteurismus (sich an anderen, nicht einwilligenden Menschen reiben)
  • Masochismus (selber gedemütigt, geschlagen oder gefesselt werden)
  • Sadismus (andere Personen demütigen, schlagen oder fesseln)
  • Pädophilie (sexuelles Interesse an Minderjährigen)
  • Fetishismus (sexuelle Erregung durch unbelebte Objekte oder nicht-sexuelle Körperteile)
  • Travestie (sexuelle Erregung durch Crossdressing)

Diese Paraphilien werden explizit Definiert aufgrund ihrer relativen Häufigkeit verglichen mit anderen Paraphilien, und weiter wegen ihrer teilweisen strafrechtlichen Relevanz durch Schädigung unbeteiligter bzw. nicht einwilligenden Menschen.

Unter “Andere Näher Bezeichnete Paraphile Störung” fällt alles, was die Grunddefinition von Paraphilie erfüllt, aber nicht in eine der acht explizit definierten Paraphilien fällt. Zu dieser Diagnose wird ein medizinisch etablierter, aber nicht als Paraphilie definierter Begriff an die Diagnose angehängt, zum Beispiel Zoophilie.
Die Diagnose “Nicht Näher Bezeichnete Paraphile Störung” wird angewendet, wenn eine genauere Angabe nicht möglich oder nicht gewollt ist.

Der Aufbau der Kapitel ist wie folgt: Zuerst wird der Fachbegriff genannt (zum Beispiel “Sexuelle Masochistische Störung”, F65.51), gefolgt von den “Diagnostischen Kriterien”. Diese sind aufgeteilt in zwei Teile:

  • Kriterium A, also der erste Teil, umfasst die “qualitative Eigenschaft der Paraphilie” (also erforderliches Verhalten und/oder Symptome), welche für die Diagnose der Paraphilie erfüllt sein müssen.
  • Der zweite Teil, Kriterium B, beschreibt die “negativen Auswirkungen der Paraphilie (z. B. Leiden, Beeinträchtigungen oder Schädigung von anderen).”

Von essenzieller Wichtigkeit ist die Unterscheidung zwischen Paraphilie und Paraphiler Störung. Wenn nur Kriterium A erfüllt ist, handelt es sich um eine Paraphilie, also eine Diagnose ohne Folgewirkung. Wenn beide Kriterien erfüllt sind, handelt es sich um eine paraphile Störung, also eine Krankheit welche ggf. behandelt werden sollte.

Die dunkle Vergangenheit

Diagnostische Klassifizierungen werden jeweils auf dem (Un-)Wissen der jeweiligen Zeit gebildet; wobei Politik und Gesellschaft immer einen starken Einfluss darauf hatten, über was überhaupt geforscht und welche Resultate publiziert werden dürfen. Zwei Beispiele dafür sind Galileo Galilei, welcher fast hingerichtet wurde für seine ketzerische Behauptung, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist, oder die höchst polemisch-misogyne Diagnose der “Hysterie”. In einer Zeit, in der Sex nur in {natürlich heterosexueller!) Ehe zwecks Fortpflanzung und allerhöchstens in der Missionarstellung stattfinden durfte, sollte es nicht überraschen dass jegliche andere Form von Sexualität als Krankheit eingestuft wurde.

In den ersten beiden Ausgaben der DSM war die Klassifizierung von BDSM vage und nicht sehr spezifisch als “sexuelle Devianz” bezeichnet.

Mit der DSM-III-R von 1987 wurde der Begriff Paraphilie (griechisch “pará” = abseits, neben; “philía” = Freundschaft, Liebe) eingeführt und die oben erwähnten zweiteiligen diagnostischen Kriterien eingeführt. So war zum Beispiel die “Sexuelle Masochistische Störung” neu wie folgt Definiert (Kriterium A):

“Über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten wiederkehrende intensive sexuelle Erregung aufgrund von Handlungen, die Gedemütigt-, Geschlagen- oder Gefesseltwerden umfassen oder auf andere Weise Leiden hervorrufen.”

Diese Definition macht soweit Sinn und ist auch in der aktuellen DSM V nahezu unverändert. Allerdings lautete Kriterium B, also die Voraussetzungen ob eine psychische Krankheit vorliegt und ggf. behandelt werden muss:

“Die Person hat diese Bedürfnisse ausgelebt oder ist durch sie merklich beeinträchtigt”

Folglich wurde jede Form von Masochismus, auch wenn nur als Phantasie oder mit einwilligenden, urteilsfähigen Erwachsenen, zwangsweise pathalogisiert. Im Einleitungstext wird ausserdem erwähnt, dass die Ausübung der Paraphilien einvernehmlich sein kann, aber normalerweise nicht ist, und somit grundsätzlich von einer pathologischen Störung ausgeht falls nicht explizit das Gegenteil bewiesen wurde.

Dies hatte auf alle Menschen mit dieser Paraphilie massive Auswirkungen von gesellschaftlicher Stigmatisierung, Brandmarkung als krank und pervers, bis hin zu rechtlichen Nachteilen, zum Beispiel im Falle von Entzug der Obhut der eigenen Kinder.

In der DSM-IV wurde Kriterium B geändert zu:

“Die Fantasien, sexuellen Bedürfnisse oder Verhaltensweisen verursachen in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, geschäftlichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.”

Auf den ersten Blick scheint nun nicht mehr automatische jede masochistische Paraphilie eine paraphile Störung zu sein – wäre da bloss nicht die Definition von “Leiden oder Beeinträchtigungen in klinisch bedeutsamer Weise”. Diese beinhaltete damals unter anderem “führt zu rechtlichen Komplikationen” und “beeinträchtigen soziale Beziehungen”. Ersteres ist klar kein medizinisches Kriterium, sondern ein Rechtliches; letzteres akzeptiert das verursachte Leid durch das gesellschaftliche Stigma als massgebend. Beides führt dazu, dass der Unterschied zwischen Paraphilie und paraphiler Störung nicht nur von subjektbezogenen medizinischen, sondern auch von gesellschaftspolitischen Kriterien abhängt.

Die aktuellen Ausgaben: DSM-5 und ICD-10

Die Kriterien für “Leiden oder Beeinträchtigungen in klinisch bedeutsamer Weise” wurden angepasst und die beiden beanstandeten Punkte ersatzlos gestrichen. Der Unterschied zwischen einer Paraphilie und einer paraphilen Störung basiert nunmehr ausschliesslich auf medizinischen Kriterien.

Weiter wird in der Einleitung zum Kapitel “Paraphile Störungen” [4] der Unterschied zwischen Paraphilie und paraphiler Störung herausgestrichen:

“Eine paraphile Störung ist eine Paraphilie, die gegenwärtig zu Leiden oder Beeinträchtigungen des Betroffenen führt, oder eine Paraphilie, deren Befriedigung mit persönlichem Schaden oder dem Risiko der Schädigung anderer verbunden ist. […] Eine Paraphilie für sich genommen rechtfertigt oder erfodert nicht notwendigerweise eine therapeutische Intervantion.”

Weiter wird betont, dass eine paraphile Störung nur dann vorliegt, wenn sowohl Kriterium A als auch Kriterium B erfüllt sind. Ausserdem wird die Selbsteinschätzung der betroffenen Person normalerweise als Beurteilungskriterium herangezogen [10].

Für weitere Paraphilien wird ähnliches angegeben, sofern sie einvernehmlich ausgeübt werden und andere Lebensbereiche der betroffenen Personen nicht beeinträchtigen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die aktuelle DSM-V ein eigentlicher Befreiungsschlag für BDSM darstellt und als einer der Grundpfeiler zur steigenden Akzeptanz in der Gesellschaft angesehen werden kann.

Mit der DSM-5 gab es ausserdem Verbesserungen für Transmenschen: Der Begriff “gender identity disorder” (Geschlechtsidentitätsstörung) wurde gestrichen, stattdessen gibt es “gender dysphoria” für Personen, die unter einem nicht mit ihrer Geschlechtsidentität entsprechenden Körper leiden. Auch hier wurde anerkannt, dass eine Diskrepanz zwischen bei der Geburt zugewiesenem Geschlecht und der Geschlechtsidentität nicht zwangsweise eine pathologische Störung darstellt. Die Maxime ist fortan nicht mehr das Beheben einer Störung, sondern wie diese Diskrepanz vermindert werden kann [11]. Für die ICD-11 ist eine mindestens so fortschrittliche Betrachtung zu Transmenschen angekündigt.

Generelle Kritik an DSM und ICD

Es gibt Stimmen, die dafür plädieren dass sämtliche Paraphilien ersatzlos gestrichen werden. Dies wäre für den Ruf von BDSM’ler_innen sicherlich förderlich, aber tatsächlich unter ihren Paraphilien leidende Menschen wäre mangels medizinischer Grundlage schwieriger zu helfen. Da letzteres eines der Kernanliegen von DSM und ICD sind, ist eine solche Forderung aussichtslos.

Wie kam es zu diesen Veränderungen, und was sind die Auswirkungen?

Die spektakulärste Untersuchung zur menschlichen Sexualität jener Zeit war der erste Kinsey-Report von 1948: Darin wurde unter anderem Aufgezeigt, dass Devianz und Paraphilie bei 22% der (amerikanischen) Bevölkerung vorkommen, und wie weit verbreitet Bi- und Homosexualität tatsächlich ist. Diese Studie war dermassen kontrovers, dass Dr. Kinsey eine Zeit lang die zweitbekannteste Person der USA gewesen sein soll, geschlagen nur vom Präsidenten. Die Sexuelle Revolution der 60er-Jahre taten ihr übriges, dass sich die Forschung fortan objektiver mit dem Thema Sexualität befasste.

Dass Homosexualität in der DSM-III nicht mehr als Krankheit aufgelistet wurde, verdanken wir massivem Lobbying unter anderem von der “Gay Liberation Front”, welche an Tagungen der APA lautstark protestierten und auf Beachtung der neuen Forschungsresultate pochten.

Ein ähnlich grosser Einsatz war nötig, damit diverse Unterkategorien von BDSM nicht mehr pauschal als paraphile Störung abgestempelt werden. Ein spezieller Dank geht an Guy Baldwin [5] und Race Bannon [6], welche 1987 als Reaktion auf die DSM-III-R das erste “DSM-Project” starteten. Baldwin, selber schwuler Leatherman und Psychotherapeut, sah dass die Pathalogisierung von BDSM starke Auswirkungen auf die Gesetzgebung und Rechtssprechung hatte und somit zu massiver Diskriminierung führte.

Mit den Kontakten, welche die beiden bei ihrem Engagement knüpften, gründeten sie später die “Kink Aware Professionals”, ein Zusammenschluss von kink-friendly Fachpersonal unter anderem aus dem medizinischen Bereich.

An dieser Stelle etwas Werbung in eigener Sache: Die IG BDSM ist eine eigene Kink Aware Professionals Liste für die Schweiz am erstellen, welche sich hier findet.

Später wurde das DSM-Projekt von der “National Coalition of Sexual Freedom” (NCSF, gegründet 1997) unter der Leitung von Susan Wright [9] weitergeführt. Mit einer breit angelegten Kampagne wurden die oben genannten Verbesserungen in der DSM-V erreicht. Diese Kampagne beinhaltete unter anderem den direkten Kontakt mit verantwortlichen Personen aus der Arbeitsgruppe zum Kapitel Pharaphilie und das Aufzeigen der breiten Unterstützung der Forderungen unter Fachexperten. Darunter befanden sich auch Forscher_innen, die mit Publikationen in renommierten Wissenschaftsmagazinen den Diskurs signifikant beeinflussten.

Gemäss der NCSF werden als direkte Folge der Änderungen in der DSM-V massiv weniger Kinder der Obhut von BDSM-affinen Eltern entzogen, und die Anzahl der gemeldeten Diskriminierungsfälle fiel auf einen Bruchteil des Wertes vor der Veröffentlichung der DSM-V.

Schlussfolgerungen

An dieser Entwicklung lässt sich aufzeigen, wie wichtig wissenschaftliches und politisches Engagement der BDSM-Community im Allgemeinen und deren Exponenten im Speziellen sind. Unsere Szene hier hat viel von den Errungenschaften aus den USA profitiert, doch fehlt dadurch leider eine schlagkräftige Organisation zum Durchsetzen vor richtigen Veränderungen.

Es zeigt aber auch, dass gesellschaftlicher Wandel extrem träge ist und die Vorkämpfer für Veränderungen zum Besseren oft selber nicht mehr von ihren Errungenschaften profitieren können.

Quellen


[1]: https://www.psychiatry.org/psychiatrists/practice/dsm
[2]: http://www.who.int/health-topics/intern … f-diseases
[3]: https://ncsfreedom.org/key-programs/dsm … ogram-page
[4]: DSM V, Deutsche Ausgabe, Kapitel “Paraphile Störungen”, S. 941f
[5]: https://leatherhalloffame.com/inductees … uy-baldwin
[6]: http://bannon.com/bio/
[7]: https://www.theatlantic.com/health/arch … sm/384138/
[8]: http://www.fearlesspress.com/2013/07/26 … t-on-bdsm/
[9]: http://positivesexuality.org/sexposcon- … ight-ncsf/
[10]: DSM V, Englische Ausgabe, Kapitel “Paraphile Störungen”, S. 703
[11]: https://www.scientificamerican.com/arti … diagnosis/

Geschrieben von ralph_himself

Hier gehts zur Forumsdiskussion.

Nichtgeschlechtsverkehr, Teil 2

Ein Plädoyer für mehr Hirn und Hände beim Geschlechtsverkehr

Diesen Artikel sehe ich als Fortsetzung meines Artikels “Nichtgeschlechtsverkehr“, wo ich über zahllose Möglichkeiten zum Austausch körperlicher Zärtlichkeiten ohne Geschlechtsverkehr geschrieben habe. Hier möchte ich mich dafür aussprechen, dass dies auch während dem Sex angewandt wird.

Sex beginnt im Kopf

Sexuelle Erregung und Anziehung ist vor allem eine Kopfsache. Von den betörten Sinnen über den Hormonrausch bis zum vorfreudigen Kopfkino und der erwartungsvollen Sehnsucht passiert so viel in deinem Kopf, und auch im Kopf von deinem Gegenüber. Es lohnt sich also zuerst darauf zu fokussieren, denn ist der Kopf nicht bereit, dann ist es der Körper auch nicht.

Sex ist Kommunikation

Viele Menschen können alleine durch Worte stark erregt werden. Erzähl deinem_r Partner_in was du mit ihr_ihm für tolle Dinge anstellen wirst, wie sehr dir gefällt was er_sie gerade mit dir macht und was du dir gerade sehnlichst wünschst.
Es braucht Übung, sich passend ausdrücken zu können und die Worte der Situation entsprechend zu wählen. “Schundliteratur” kann dafür als Inspirationsquelle dienen, aber bitte nimm diese Bücher nicht zu ernst. Ausserdem ist noch kein_e Meister_in vom Himmel gefallen, auch gute Kommunikation will gelernt sein. Es braucht auch Selbstvertrauen und Vertrauen in deine_n Partner_in, da du dich mit dieser Art der Kommunikation sehr verletzlich machst: Alles was du sagst könnte gegen dich verwendet werden.
Zu viel Kommunikation kann ablenken und stören. Finde mit deiner_m Partner_in heraus, wie es für euch am besten passt.

Sex macht Geräusche

Klatschende Geräusche von aufschlagenden Handflächen. Schmatzende Geräusche von gerade entstehenden Knutschflecken. Knarzende Lattenroste. Gutturale Lustschreie, wohliges Schnurren und ganz viel “Ja, Ja, Jaaaa!”. Und das ist gut so, denn wenn der Hörsinn brachliegt fühlt es sich an als würde etwas fehlen.

Sex umfasst alle Körperteile

Newsflash: Sex ist viel mehr als die heteronormative Erwartungshaltung vom phalluszentrisch-penetrativen Akt. Sex kann alle Kombinationen aus Händen, Fingern, Mund, Lippen, Zunge, Beinen, Füssen, und sämtlichen primären Geschlechtsteilen umfassen

Genau wie beim Nichtgeschlechtsverkehr lohnt es sich auch während dem Sex, den Körper mit den Händen und Fingern, Mund, Lippen, Zunge, Knien, Zehen und allen anderen (un-)möglichen Körperteilen zu erforschen und stimulieren. Je intensiver der körperliche Kontakt, desto mehr Geborgenheit verspürt mensch.

Die Finger sind wohl das tollste Spielzeug überhaupt: Sie sind flink, flexibel, stark und haben einen super Tastsinn. Es gibt keinen besseren Körperteil zum ganz gezielt erkunden und fein nuanciert stimulieren. Und vor allem haben sie fast unendliche Ausdauer, so dass der Sex nicht enden muss wenn du sonst nicht mehr magst oder überreizt bist.

Es gibt umzählige Stellungen, in denen ihr miteinander Knutschen und euch dazu gegenseitig mit den Händen bzw. Fingern verwöhnen könnt. Oder mit dem Mund, und währenddessen mit den Händen den Rest vom Körper streicheln. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass wir hier gar nicht erst mit einer Aufzählung anfangen. Also packt doch bei Gelegenheit mal wieder die Experimentierfreude aus — immer im Wissen, dass es einige Versuche braucht, bis etwas Brauchbares rausschaut. Dafür ist das dann vielleicht für lange Zeit eure neue Lieblingsstellung.

Geschrieben von ralph_himself

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Der Vorstand stellt sich vor – Mark

Mein Name ist Mark, wobei mich wohl die meisten unter dem Spitznamen “Kater” kennen.

Gebürtig bin ich aus Deutschland, was man mir wohl anhört und durch meine oft sehr direkte Art jederzeit bestätigt bekommt. Zwischenzeitlich habe ich in Wien gelebt und bin nun seit über 7 Jahren in der Schweiz. Während ich dies schreibe, bin ich 33 Jahre jung.

Meine ersten Kontakte mit der Szene hatte ich schon in meiner frühen Jugend. Ich bin mit dem Thema offen und natürlich aufgewachsen. Primär, weil mein Freundeskreis mit dem Thema Sexualität offen umgegangen ist, was soll man auch von nem Haufen Gruftis Besseres erwarten, und durch die Kontakte meiner Mutter zur LGBT-Szene .

Durch diese Normalisierung des Themas konnte ich mich früh entfalten und besuchte mehrere Stammtische und Partys, meist in Verbindung mit meinen engsten Freunden, vereinzelt sogar mit meinem Vater.

Mit der Zeit übernahm ich mehrere Aufgaben, wie z.B. das Mitorganisieren bzw. Leiten von Veranstaltung, Workshops und eines Stammtisches.

Mit dem Umzug nach Wien beschränkte sich mein Kontakt zur Szene großteilig auf vereinzelte private Playpartys. Mein Wunsch, mich wieder nach aktiv zu integrieren und bestmöglich meinen Teil beizutragen, besteht erst wieder seit einem Jahr.  Ausschlaggebend war, dass ich hier wieder ein Umfeld von Menschen gefunden habe, in dem ich mich wohlfühle und mit denen ich etwas bewegen kann.

Im Hinblick auf die Szene ist mir Wissens- und Erfahrungsaustausch, besonders mit Einsteigern am wichtigsten. Ich wünsche jedem, der eine Leidenschaft in sich entdeckt, auf die gleiche Akzeptanz und Unterstützung zu treffen, mit der ich aufgewachsen bin, und versuche dementsprechend jedem den Einstieg so einfach wie möglich zu machen.

Daher übernehme ich oft die Aufgabe des Dungeon Monitors auf Playpartys, suche direkt den Kontakt zu Einsteigern auf Stammtischen und engagiere mich innerhalb der IG in den Bereichen Workshops und Newbiebetreuung.

Zusätzlich darf ich mich über das Vertrauen meiner beiden BDSM-Patenschaften freuen, denen ich als Mentor zur Seite stehe.

Bezüglich meiner Orientierung bin ich ein bunter Hund. Offen, wie ich aufgewachsen bin, ist es wohl nicht ungewöhnlich, dass ich Switch und pansexuell bin. Ich empfinde keinen Lustschmerz, mag aber den Hormonrausch, schließlich gehört Leid zur Leidenschaft.
Böse Zungen unterstellen mir zwar, dass ich dominant sein soll, jedoch kann ich das persönlich nur verneinen. Ich entfalte mich auf aktiver Seite fast ausschließlich durch den in mir brennenden Sadismus.

Meine Spezialgebiete sind Nadelspiele, Cuttings, Asphyxiophilie und Mindgames, im Gegensatz dazu kann ich mit Seilen und den meisten Schlaginstrumenten nur wenig anfangen.

Ansonsten rede ich viel, laut und bin eine sprudelnde Quelle von unnötigem Wissen, für welches andere zum Glück meistens doch noch Verwendung finden.

Geschrieben von Aequinoctium

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Der Vorstand stellt sich vor – Thomas

Mein Name ist Thomas, und ich wohne mit meiner Frau in Liechtenstein. Ich bin im Augenblick 33 Jahre alt und bin seit einiger Zeit Aktuar der IG-BDSM. Zudem bin ich für das Kink-Aware-Professionals Projekt zuständig, in der Eventorganisation tätig – insbesondere die jährlichen Bondage-Workshops – und bin verantwortlich für unseren eher bescheidenen Internetauftritt in der Sklavenzentrale. Wie meine Liebste schon erwähnt hat, übernehmen wir den Bondage-Teil an unseren Newbie-Anlässen, und organisieren selber kleine Events und Treffen in der Umgebung.

Schon während der Schulzeit war mir meine Neigung bewusst, doch ausser ein paar Experimenten blieb es lange Zeit mehr ein Mythos. Über Internetkontakte landete ich endlich mal an einem TNG, lernte reale Menschen, die ihre Neigungen auslebten, kennen und durfte in der Folge bald auch schon selbst viele wundervolle Erfahrungen machen. Im Zuge dieser Erfahrungen lernte ich an einer IG-Party meine Frau kennen und ich erlebte mit ihr Sensationen auf einem nie erahnten Level. Ich war mir bewusst, dass das Thema BDSM von nun an zentral in meinem Leben sein kann und ich es nicht mehr missen möchte. Der ursprüngliche Drang schnellstmöglich alle erdenkbaren Erfahrungen zu machen ist inzwischen einer gewissen Gelassenheit gewichen, doch es gibt nichts schöneres für mich, als mich meiner Frau voll und ganz hingeben zu können und es gibt noch so einiges dass wir zusammen noch anstreben oder noch nicht genug erforscht wurde.

Man trifft mich, oder besser uns vor allem an kinky Events, das wären neben unseren eigenen Treffen und den Veranstaltungen des Vereins vor allem Bondage-Workshops, ab und zu ein Stammtisch wie in Chur oder Zürich, oder an Playparties, seltener ist auch ein Treffen an einem Mittelalter-Spektakel möglich.

Geschrieben von Pleasetease

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Der Vorstand stellt sich vor – Simona

Hallo

Dann stelle ich mich auch mal vor, ich bin als Simona oder 13 bekannt und momentan die Präsidentin der IG BDSM.
Neben diesem offiziellen Amt habe ich natürlich auch noch ein paar Ämtchen, dazu gehört die Neulingsbetreuung der Region Zürich, die Administration der WordPressseite inklusive dem Kalender, unsere Präsenz auf Fetlife, ein Teil der Eventorganisation, das Blogschreiben und natürlich das Zusammenstellen des Jahresberichts und leiten der Generalversammlung. Zudem bin ich die Ansprechperson für Medienanfragen.

Auch wenn ich nicht mehr so oft und wild spiele wie in meiner Anfangszeit, ist BDSM immer noch ein wichtiger Teil meines Lebens. Jedoch setzte ich ganz klar den Fokus auf Qualität statt Quantität. Ein Spiel braucht das richtige Gegenüber, den richtigen Raum und genügend Zeit um gut zu sein. Wenn dies alles stimmt kann ich in verschiedenen Rollen sehr weit gehen. Wenn ein Faktor nicht stimmt lasse ich es lieber und warte auf eine bessere Gelegenheit.
Ich bin vor allem Sadomasochistisch, liebe aber Reaktionen im Allgemeinen und lasse mich auch gerne Fesseln. Es gab und gibt immernoch Zeiten, in denen ich auch selber gerne Fessle, jedoch fehlt mich der Durchhaltewille um es richtig zu lernen. Mit D/S kann ich nur in Ausnahmefällen etwas anfangen. Ich bin Polyamourös und Pansexuell, lebe in einer offenen Beziehung und geniesse dies sehr. Sexualität kann, muss aber nicht in meinem BDSM mitspielen, ob sie es tut kommt immer auf das Spiel und das Gegenüber an.
Ein Spiel ist für mich ein Spiel und von der Realität losgelöst, im Alltag begegne ich allen auf Augenhöhe und erwarte dies auch von meinem Gegenüber.

Ausserhalb von BDSM bin ich Schneiderin und geniesse es in der Freizeit sehr ein gutes Buch zu lesen, meinen Garten zu pflegen und interessante Gespräche zu führen. Mit Smal-Talk kann ich hingegen nichts anfangen und langweile mich auch schnell dabei. Ich geniesse es, mit Menschen die mir wichtig sind zusammen zu sein, ziehe dabei aber ein gemütliches Grillen im Garten einer lauten Party vor. Ebenso pflege ich lieber einige wenige gute Freundschften -bei denen man sich auch mal eine gewisse Zeit aus den Augen verlieren kann, ohne dass es das Verständnis füreinender schmälert- als viele Kollegen und Bekannte zu haben.

Geschrieben von …13…

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Der Vorstand stellt sich vor – Dylan

Hallo allerseits.

Mein Name ist Dylan aus Zürich. Ich bin aktuell noch 25 Jahre alt und im Vorstand der IG-BDSM als Vizepräsident tätig.

Ich betreibe gerne networking und freue mich über neue Bekanntschaften, sowohl für die IG, als auch privat, und verbinde gerne Menschen mit ähnlichen Interessen, besonders im Bereich BDSM.

Als ich in der Pubertät anfing meinen Körper besser kennezulernen, entdeckte ich gleichzeitig den Begriff BDSM und begann Nachforschungen darüber zu betreiben. Dieser Wissensdurst hat sich bis heute nicht gelegt, sondern sich bloss verstärkt, weshalb ich mit Freuden von jedem neuen Fetisch und jedem neuen Spielzeug erfahre.
Mein Wissen gebe ich selbstverständlich gerne weiter. Es ist mir äusserst wichtig, dass Leute im Bereich BDSM und besonders Neulinge Zugang zu diesen Informationen haben, dass sie von erfahrenen Kinkstern lernen können, oder durch das Gespräch neue Anreize und Motivation erhalten. Im Mindesten möchte ich bei Fragen auf einen Ort oder eine Person verweisen können, welche zu befragtem Thema fachkundiger ist als ich.

Ich bin leidenschaftlicher Switch und spiele liebend gern auf beiden Seiten der Peitsche. Als Top habe ich mich in der Rolle des Sadisten gefunden und erfreue mich jegliche Arten auszuüben, sei es psychischer oder physischer Natur, wobei ich mich nicht gerne auf eine Art des Spiels einschränke. Ich co-dominere gerne mit anderen Tops bzw. Doms und bringe neue Anreize und Facetten in das Spiel zwischen ein oder mehr Menschen.
Auf der anderen Seite der Peitsche, geniesse ich die mentale Ruhe der Kontrollabgabe. Meine stark masochistische Ader erlaubt mir geistig zu mir selbst zu finden und den Alltag sein zu lassen. Als Sub bin ich etwas stur und aufmüpfig, doch mit strenger Hand und guter Umsorgung, versetze ich Himmel und Erde um meinen Top glücklich zu machen.
In diesem Sinne habe ich das grosse Glück meine perfekte Top, als auch perfekte Sub in meiner noch(!) Verlobten gefunden zu haben, welche ebenfalls leidenschaftlich Switch ist.

Meine Interessen im Bereich BDSM sind vielzählig und breit gefächert, wobei ich leider zugeben muss, dass ich mir bis heute noch nicht die Zeit genommen habe mich tiefer mit Bondage auseinanderzusetzen. Besonderen Schwerpunkt setze ich auf das Zufügen von Schmerzen, insbesondere durch Peitsche und Stock. Andere Schwerpunkte liegen beispielsweise im Klinikbereich, bei Humiliation Play oder auch beim Mindfuck.

Ich identifiziere mich als pansexuell, da für mich der Mensch und seine Intelligenz im Vordergrund steht und das Aussehen daher für mich zweit- wenn nicht drittrangig ist.
BDSM und Sexualität sind aus meiner Sicht nicht direkt aneinander gebunden. Ich verstehe Sexualität eher als ein Hilfsmittel der Kunst die BDSM für mich ist, welche grundsätzlich aus Geborgenheit und Vertrauen besteht.

Ich bewege mich zumeist im Kreise Zürichs, wobei man mich gerne an IG Playparties und Infoanlässen, sowie an Zürcher Stammtischen antreffen kann. Ich freue mich auf jede neue Bekanntschaft und interessante Gespräche.

Geschrieben von Night-Fang

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Der Vorstand stellt sich vor – Ralph_himself

Hallo, ich bin RalpH_himself. Ich bin aus Zürich, meistens männlich und Anfang Dreissig. Als mein Lebensmotto bezeichne ich “Erfahrung”, und ich sehe mich als utopischer Realist.

In der IG bin ich Kassier. Ausserdem bin ich als Blogschreiber tätig, oft mit einem politischen, gesellschaftlichen oder psychologischen Einschlag. An den Newbie-Workshops leite ich den Theorieteil, ich bin unseren Block an der Pride am mitorganisieren, und neuerdings bin ich auch am Playparties hosten.

Ausserhalb der IG trifft man mich sehr oft am Offenen BDSM-Kreis Zürich und am Whipped Cream Munch, ab und zu an den Seilschaften, an der Utopia, und nicht zum letzten Mal an der Xplore Kopenhagen.

Je nach Laune habe ich verschiedene Rollen, aber die meisten haben gemeinsam dass sie entweder nicht sehr D/s-lastig sind oder ich sowohl Top als auch Bottom bin. Gute Beispiele dafür sind Playfighten (miteinander kämpfen um die Top-Position) und Fesseln (sowohl als Rigger wie auch als Bunny). Ausserdem mag ich Impact Play, wobei mir die Klassiker Flogger und Spanking jedoch nur ein müdes Gähnen entlocken. Mein Ding sind Ohrfeigen und Faustschläge – was doch etwas überraschen mag, wenn man bedenkt dass ich nicht sonderlich masochistisch bin. Dominantes, degradierendes Herumkommandieren und Verhörspiele bin ich gerade für mich am Entdecken. Als Bottom bin ich meistens Little und/oder Prinzessin. Unter anderem mag ich tiefer sitzen als die anderen, der kleine Löffel sein und stundenlang bekuschelt werden :3

Ausserhalb der Kink-Welt bin Ingenieur, daher habe ich einen eher analytisch-logischen Blick auf die Welt. In meiner Freizeit organisiere ich Konzerte und Festivals, bin am irgendwelches Zeugs basteln, am Musik machen/hören und in der Politik engagiert: Bei einer Partei, die die Freiheit nicht auf der Flagge sondern im Herzen trägt. Mein Grossprojekt für die Zukunft ist eine queer-feministische, kinkfreundliche und idealerweise polyamore Grossfamilie.

Geschrieben von ralph_himself

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