Winke winke

Forumsregeln
Bitte stelle dich uns zuerst vor. Wir sind immer neugierig wer die Neulinge sind und was sie so machen. Natürlich wollen wir keinen kompletten Lebenslauf aber es wäre schön, wenn du ein wenig mehr über dich und deine Neigungen erzählen würdest. Wir möchten dir nicht vorschreiben was und wie viel du von dir preisgeben möchtest, aber mehr als ein „Hallo ich bin neu hier.“ fänden wir schon toll.
Antworten
Benutzeravatar
Rapso
Beiträge: 2
Registriert: Sa 18. Dez 2021, 09:02
Wohnort: Aglo Zürich

Di 21. Dez 2021, 01:32

Hallo allerseits

Danke für die Aufnahme - gerne stelle ich mich vor.
Seit 10 Jahren am Rande einiges von meiner besten Freundin in der BDSM Community mitbekommen, hätte ich mich - trotz klar ersichtlichen Anzeichen im Nachhinein - nicht als kinky bezeichnet.

Mein wunderbar perverser Mann und ich lebten 3 Jahre lang in einer sexuell abwechslungsreichen und mit d/s artigen Rollenspielen gewürzten monogamen Vanilla-Ehe.
Bis "Er" kam...

...und plötzlich erwachte eine in mir schlummernde Dominanz, die ich selber auch heute teils kaum zu kontrollieren weiss und auch habe ich Zugang gefunden zu meiner 24/7 Submissivität, die wesentlich tiefer geht, als ich es ahnte.

Ich bin eine Switch, die während ca. 4-12 Wochen in einem Modi bleibt, und sich währenddessen die andere Dynamik kaum mehr vorstellen kann.
Bis sich dann in mir die Stimmung ändert und ich mich - meist nicht ganz ohne innere Gegenwehr - schwupps im anderen Modi befinde.
Mein owner / owned hat jeweils automatisch mitgeswitcht und wir haben uns gegenseitig beeinflusst, mit viel Verspieltheit aber auch mit ganz viel ernsthafter Intensität und Hunger.

Momentan ist diese Beziehung leider gerade 'in Pause' (ein völlig anderes Thema und schwer aushaltbar für mich als seine Domme und seine Sub) Nun entdecken mein Mann und ich gemeinsam unsere eigene Dynamik. Diese ist noch in den Kinderschuhen, und kommt nicht ganz so automatisch wie mit meinem anderen Partner, aber wir zelebrieren die ersten Schritte, die uns einander neu kennenlernen, lieben und begehren lässt.

Ich lerne voller Begeisterung meine eigene Sexualität kennen, aber bin noch sehr scheu, um in der Szene Fuss zu fassen. Besonders "in Person".
Mein Mann und ich liebäugeln aber, bald an einem Stammtisch beizuwohnen.

So. Das wärs 😅 danke fürs Lesen!

Die trockeneren Details noch am Rande -
Weiblich / 33 / aus Umgebung Züri / Mutter von einem Kleinkind, Baby und Hund

❤️
She knew a cutting, incisive, withering and above all a self-evident answer existed. It was just that, to her extreme annoyance, she couldn't quite bring it to mind

Terry Pratchett, Equal Rites
Benutzeravatar
Alea
Realer User
Realer User
Beiträge: 960
Registriert: Di 10. Jun 2014, 10:48
Wohnort: Wil SG

Di 21. Dez 2021, 10:10

Wow, das klingt ja super spannend bei dir.
Herzlich willkommen im Forum :wave:

Ich bin sicher es wird dir gefallen wenn du den Schritt nach draussen wagst :grin:
Die grösste und einziege Aufgabe ist es, das Leben glücklich zu gestalten.Voltaire
Benutzeravatar
Old Dragon
Realer User
Realer User
Beiträge: 647
Registriert: Sa 15. Nov 2008, 23:24
Wohnort: Raum ZH

Di 21. Dez 2021, 12:55

Wilkommen hier.

Ja spannende Geschichte.
Ich hoffe auch darauf wieder in diese Welt abzutauchen.
Man(n) (und Frau) verändert sich mit den Jahren und kann meistens dann offener sein als zu beginn.
Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grunde,
sondern ganz allein,
weil nichts auf dieser Welt seine Sehnsucht stillen kann.

Jean Paul Sartre


Freude am Strafen hat nur der Teufel.
Dem Leiden zuzusehen erliegt der Genuss.
Benutzeravatar
Pleasetease
Realer User
Realer User
Beiträge: 1138
Registriert: Fr 24. Jan 2014, 16:22
Wohnort: Triesenberg

Mi 22. Dez 2021, 22:28

Es geht mir gleich wie meinen Vorrednern, deine Beschreibung ist sehr spannend. Sowohl, dass du schon Kontakt mit der Szene hattest ohne eigene Tendenzen zu bemerken, und auch dass du mit deinen Partnern sehr offen verschiedene Szenarien mit Herzblut austesten kannst.

Ich kenne zwar sehr viele Switches, und einige bleiben auch über längere Zeit in einer Rolle. Doch dass die andere Seite jeweils nicht abrufbar ist, und man sich gar dagegen wehren könnte bis man doch die Seite wechselt, das ist mir noch von niemandem bewusst aufgefallen....

Gibt es irgend ein erkennbares Muster, wann du jeweils wieder switchst?

Wünsche euch jedenfalls viel Spass beim gemeinsamen Erkunden, in Zürich wimmelt es ja von Stammtischen, und dir stehen auch die Jugendstammis noch offen.

Danke fürs teilen deiner bisherigen Erfahrungen.
Glaube kann Berge versetzen - Gefühle zertrümmern Kontinente
Benutzeravatar
Sammy
Realer User
Realer User
Beiträge: 72
Registriert: Mi 28. Aug 2019, 22:36
Wohnort: Kanton Zürich

Mo 27. Dez 2021, 13:58

Dann herzlich willkommen hier, ich denke hier wirst du dich sicherlich wohlfühlen :)

Ich wünsche dir/euch viel Spass beim Stöbern :)
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
Benutzeravatar
Rapso
Beiträge: 2
Registriert: Sa 18. Dez 2021, 09:02
Wohnort: Aglo Zürich

Di 28. Dez 2021, 17:38

Hallo ihr Vier

Danke fürs Willkommenheissen!
Ich freue mich, hier einzulesen und zu stöbern.

@Pleasetease
Es kommt ganz darauf an, wie tief ich sinke - ob die andere Seite abrufbar ist. Je nachdem, wie mein Gegenüber auf mich reagiert, dauert das Switchen 2-7 Tage und da sind beide Seiten bemerkbar. Und grad nach dem Switchen ebenfalls. Momentan z.B bin ich seit mehr als einem Monat submissiv, merke aber, wie mich Femdom Pics mehr ansprechen seit ein paar Tagen. Meine submissive Seite wehrt sich nun aber und "kompensiert über" mit Extra kleinmachen und am geliebten Dom festklammern, allerdings auch mit viel mehr Gegendruck und Brattiness. Mein Mann drückt mich ebenfalls bei jeder Gelegenheit zurück, schafft es aber nicht mehr konsequent. Das heisst es gibt nun ein paar unangenehme Tage der Zwischenwelt, weil wir noch nicht eingespielt sind.
Bei meinem Partner würde der Wechsel vermutlich radikaler verlaufen.

Übliche Faktoren, nebst der automatischen inneren Wellenbewegung sowie Reaktion auf meinen Partner sind -

Von dom zu sub: Unsicherheit, Überforderung, Harmoniebedürftigkeit, Bedürfnis nach Loslassen, wenn jemand für mich einsteht und mir aktiv den Rücken deckt, herzige Disneyfilme, starkes Bindungsbedürfnis, dann auch klares, liebevoll autoritäres Auftreten, intellektuelle Bewunderung/Fangirling für jemanden oder dessen Begabung, Weltschmerz

Von sub zu dom: mansplaining/sexismus, femninistische Literatur, Sadismus, Ungeduld weil andere zu langsam leben 😅, "dann mach ich's halt selber, wenn du das nicht hinkriegst, aber echt", Freiheitsbedürfnis, fast fanatischer Lebensdrang, Bedürfnis jemanden zu umsorgen, Besitzanspruch, Überheblichkeit und eine Art von achtloser Selbstverständlichkeit, Kampfesgeist/Rebellion

Das wären so die Grundpfeiler, die meinen automatischen Rhythmus stark beeinflussen... Aber die innere Uhr tickt trotzdem unentwegt und ein Switch ist unumgänglich nach einer gewissen Zeit.

Ja, ich denke, das fasst es gut zusammen 🙊
She knew a cutting, incisive, withering and above all a self-evident answer existed. It was just that, to her extreme annoyance, she couldn't quite bring it to mind

Terry Pratchett, Equal Rites
Benutzeravatar
Pleasetease
Realer User
Realer User
Beiträge: 1138
Registriert: Fr 24. Jan 2014, 16:22
Wohnort: Triesenberg

Di 28. Dez 2021, 22:20

Oh wow, vielen Dank für die ausführliche Antwort! Schon spannend, dass die Wechsel auch die übrigen Bedürfnisse und die ganze Wahrnehmung beeinflussen, aber es macht ja auch Sinn...
Glaube kann Berge versetzen - Gefühle zertrümmern Kontinente
Antworten

Zurück zu „Vorstellungen“