Vortrag: BDSM & Recht (Schweiz) 8.10.2016

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Pleasetease
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So 9. Okt 2016, 11:34

Besten Dank trotzdem für einen ersten Einblick, wäre auch gerne gekommen, aber leider waren Themen wie Wohnung räumen vor einer Leistenbruch OP doch irgendwie vorrangig.
Finde es jedenfalls toll das dieser Vortrag entstanden ist, danke an alle die mit dessen Organisation etwas zu tun hatten.
Glaube kann Berge versetzen - Gefühle zertrümmern Kontinente
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So 9. Okt 2016, 14:49

Ich fand den Vortrag ziemlich interessant und er war auch nicht os trocken wie ich zuerst befürchtet habe.

Besonders spannend fand ich es, wie schnell man wegen versuchter fahrlässiger Tötung drankommen kann, das gibt schon etwas zu denken...

Einziger fragwürdiger Punkt war für mich der Teil zu den Seilen, die Empfehlung zur Verwendung von Baumwollseilen ohne Seele find ich etwas... naja... :scratch:

Ansonsten möchte ich mich Pleasetease anschliessen und mich ganz herzlich bei den Organisatoren bedanken!
Omegas Horizon
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So 9. Okt 2016, 16:17

Das schriftliche Protokoll/die Zusammenfassung wird sicher auf der Homepage vom Stammtisch aufgeschaltet. Wann es fertig ist, weiss ich noch nicht. Dass hängt stark von der zur Verfügung stehenden Zeit ab. Das Protokoll war ursprünglich nicht geplant. Aber verschiedene Personen, die nicht kommen konnten, fragten nach etwas Schriftlichen. Daher die Feuerwehrübung.

Was die juristische Grundlage angeht, die konnte nur erläutert und nicht verändert werden. Es gab in der Schweiz nie einen Vorstoss, den rechtliche Basis für BDSM leichter zu machen. Der Eventuallvorsatz und die Garantenstellung machen deutlich, dass Top sich auf dünnem Eis bewegt, geht etwas schief und muss er Hilfe holen. Doch das Beispiel mit der Domina und dem Bottom und seinem Prinzalbertpiercing, der sich erheblich verletzte, als er auf Befehl der Domina marschierte anstatt zu winseln, zeigt, dass das Bundesgericht den Bottom nicht von jeder Verantwortung befreit.

Interessant war der Rat bei der Staatsanwaltschaft nicht zu mauern, eskalierte alles. Finde ich verständlich, da bei einem unmittelbar erfolgten Zwischenfall die Spurensicher dahinterkommt, wenn es nicht schon durch den Rettungseinsatz klar wurde. Bei einem Racheakt nach der Beziehung auch verständlich, weil dann Personen aus dem privaten Umfeld befragt werden können oder allenfalls geschlossene Vereinbarungen gesichert werden.

Was schriftliche oder audiovisuelle Einverständniserklärungen angeht, mögen sie offensichtlich erscheinen, aber bis heute habe ich mit keiner meiner Partnerinnen welche geschlossen, die nicht Nichtig wären. Spiele ich auf eine Party, hole ich auch nicht den Block raus… ich habe das auch noch nie gesehen. Auf der Party kämen mögliche Zeugen ins Spiel. Daher kann man sagen, dass eine Party für einen Top einige Sicherheit bieten kann, was das Einverständnis angeht.
Eine Theorie zu den Multiversen besagt, dass wir mit jedem Gedanken ein neues Universum erschaffen. Kein Wunder verirren wir uns so häufig.
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