Ich falle einfach mal mit der Tür ins Haus

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Bitte stelle dich uns zuerst vor. Wir sind immer neugierig wer die Neulinge sind und was sie so machen. Natürlich wollen wir keinen kompletten Lebenslauf aber es wäre schön, wenn du ein wenig mehr über dich und deine Neigungen erzählen würdest. Wir möchten dir nicht vorschreiben was und wie viel du von dir preisgeben möchtest, aber mehr als ein „Hallo ich bin neu hier.“ fänden wir schon toll.
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Kaneda
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Ich falle einfach mal mit der Tür ins Haus

Beitrag von Kaneda » So 27. Jan 2019, 07:41

Hallo miteinander

Ich war vor ein paar Tagen zum ersten Mal an einem Stammtisch (in Zürich) und habe dort tolle Unterhaltungen geführt. Ein Gesprächspartner hat mir dazu geraten, meine Geschichte und meine Neigungen hier im Forum einmal vorzustellen, um mit der Community Kontakt aufzubauen. Sorry, wenn das jetzt etwas ausführlicher wird, aber ich bin eben jemand, der gern und viel schreibt.

Also: Ich bin Mitte 30 und lebe alleine. Ich würde mich als devot, "grundsätzlich" männlich und Bi-Curious bezeichnen, doch dazu später mehr. Den Wunsch mich einer oder einem Dom hinzugeben trage ich schon recht lange mit mir herum. Meist kreisten meine Ideen um Latex, Bondage, Petplay, Feminisierung und die Übergabe der Kontrolle über Körper und Geist in die Hände einer strengen aber doch liebevollen Person. Getan habe ich dies nie, stattdessen mit dem, was man im Internet und Onlineshops so findet in den eigenen vier Wänden herumexperimentiert. Deshalb bin ich auf der theoretischen Ebene einigermassen bewandert, die Praxis ist aber nicht vorhanden. Relativ schnell realisierte ich zwar, dass mir die Interaktion mit einem anderen Wesen fehlt, konnte aber lange nicht den Mut aufbringen, den Schritt nach draussen zu machen.

Das änderte sich, als ich anfing, Bilder von mir ins Internet zu stellen. Ich musste einfach unbedingt wissen, wie andere auf mein "verborgenes" Ich reagieren würden. Die Reaktionen waren zu meinem Erstaunen sehr positiv. Ich begann rasch mit Männern zu chatten, die mich als ihr "sissy girl" bezeichneten, wenn ich mich ihnen in Frauenkleidern präsentierte, dirty talk mit ihnen machte und ihre Aufgaben erfüllte. Das hob für mich die ganze Geschichte auf eine neue Ebene - und ich genoss dies sehr. Was ich auch schön fand, man begegnete sich stets mit gegenseitigem Respekt und Offenheit. Anders als vom Internet gewohnt, wurde niemand verurteilt und Belästigungen waren selten.

Einmal mehr wurden mir aber die Grenzen der Situation bewusst. Da sich die Community vor allem in den USA befindet, kann man Chats meist nur mit riesigem Zeitunterschied führen. Ausserdem waren die Beziehungen zwar sehr lustvoll, aber auch total asymmetrisch. Ich schickte bereitwillig Bilder von meinem Körper an einen Fremden, der sich mir gegenüber kaum offenbahrte. Und mit dem es keine Aussicht auf ein reales Treffen gab. Also beendete ich die Kontakte, auch wenn es weh tat, und begab mich auf die Suche nach jemandem, dem ich näher sein konnte und den ich wirklich kennenlernen konnte - und ich fand diese Person.

Nun stehe ich mit einem jungen Mann in Kontakt, den ich "Master" nennen darf, der nicht zu weit entfernt wohnt und der mir genau das zu geben verspricht, nach dem ich so lange gesucht habe. Und ich möchte ihm im Gegenzug meine ganze Liebe und Hingebung schenken. Wahrscheinlich haben das schon manche so empfunden, wenn sie nach Jahren endlich den ersten Schritt getan haben. Dieses Gefühl dass man hell aus jeder Faser des Körpers strahlt, dass man plötzlich Flügel bekommen hat und die ersten zaghaften Versuche unternimmt, vom Boden abzuheben, die Adern voller Adrenalin und Endorphinen. Vor zehn Jahren sah ich mich als Hetero-Mann, der seine BDSM-Fantasien gerne mit einer Freundin ausgelebt hätte. Heute kann ich nicht mehr mit Gewissheit sagen, was ich genau bin und auf was ich stehe. Aber ich spüre, wie ich mich Stück für Stück in einen Mann verliebe, dem ich mich aus freier Entscheidung unterwerfen kann. Es fühlt sich richtig, richtig gut an.

Und damit sind wir beim eigentlichen Thema. Ich suche aktuell vor allem nach Rat und dem Austausch von Erfahrungen. Mein Master ist ein gutes Stück jünger als ich, und er weiss manchmal nicht so recht, wie er mit mir umgehen soll. Ich bin für ihn immer noch eine "Sissy", was mich stark unter Druck setzt. Mein Körper ist zwar einigermassen feminin, für mein Gesicht und meine Stimme gilt das aber ganz und gar nicht. Ich habe deshalb grosse Angst, dass er mich nicht mehr akzeptiert, wenn er mir gegenübersteht. Bislang haben wir nur gechattet, ein Treffen ist aber nur eine Frage der Zeit, wir wollen es beide. Wenn er mir erzählt, was er gerne mit mir machen möchte, gehen bei mir alle Sicherungen durch und ich würde mich ihm ohne weiteres ausliefern. Wenn ich ihm dies sage, reagiert er aber mit Verunsicherung, denn nun setze ich ihn unter Druck; wohl da ich mein idealisiertes Dom-Bild auf ihn projiziere. Ich habe ihm zum Beispiel gesagt, wie sehr er mein Innerstes aufwühlt und wie machtvoll er auf mich wirkt. Er hat dann etwas ratlos geantwortet, er sei halt einfach so. Als ich ihm vorgeschlagen habe, ein Armband als Zeichen unserer Beziehung zu tragen, meinte er, ich dürfe solche Dinge nicht überstürzen und erst mal "relaxen". Und ich kann das gut verstehen. Wie in jeder Beziehung hat jede Seite das Recht darauf, dass ihre Gefühle, Interessen, Sorgen und Wünsche respektiert werden. Ausserdem weiss ich, dass mein Vorpreschen weder vom "safe, sane, consensual"-Standpunkt, noch beim Aufbau einer Beziehung ratsam wäre. Ich bin also hin und her gerissen zwischen glühendem Verlangen und Vernunft, zwischen Schmerz und Jubel, zwischen Tatendrang und Angst.

Wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt, vielen Dank! Ich möchte nun von euch wissen, ob ihr schon in ähnlichen Situationen gewesen seid und wie ihr damit umgegangen seid. Wie kann ich mich selber etwas zügeln? Wie kann ich ihm mitteilen, was ich von ihm möchte, ohne ihn gleich zu überfahren? Welche Anfängerfehler sollte ich unbedingt vermeiden? Ich freue mich über jede Antwort. Ich habe ausserdem vor, weiterhin an den Zürcher Stammtisch zu kommen und mehr Gleichgesinnte kennenzulernen.

Grüsse
OS
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Alea
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Re: Ich falle einfach mal mit der Tür ins Haus

Beitrag von Alea » So 27. Jan 2019, 09:40

Oh wow erst mal, deine ausführliche Vorstellung liest sich sehr flüssig und klingt spannend :-)
Herzlich willkommen im Forum und schön zu lesen, dass du auch den Schritt in die reale bdsm-welt gemacht hast.

Mir persönlich sind Onlinekontakte zu fern, ich finde man kann zu viel in einen Menschen hinein interprettieren was gar nicht ist.
Ich hab anfangs im Internet ab und an einen gefunden "der ist himmlichfantstisch" oder sowas in der Art
und beim realen Treff kamm dann die bruchlandung.
Ich rate drum immer, lernt euch persönlich kennen und schaut dann wie ihr zueinander steht.
Die grösste und einziege Aufgabe ist es, das Leben glücklich zu gestalten.Voltaire

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Kaneda
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Re: Ich falle einfach mal mit der Tür ins Haus

Beitrag von Kaneda » So 27. Jan 2019, 09:54

Alea hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 09:40
Oh wow erst mal, deine ausführliche Vorstellung liest sich sehr flüssig und klingt spannend :-)
Herzlich willkommen im Forum und schön zu lesen, dass du auch den Schritt in die reale bdsm-welt gemacht hast.

Mir persönlich sind Onlinekontakte zu fern, ich finde man kann zu viel in einen Menschen hinein interprettieren was gar nicht ist.
Ich hab anfangs im Internet ab und an einen gefunden "der ist himmlichfantstisch" oder sowas in der Art
und beim realen Treff kamm dann die bruchlandung.
Ich rate drum immer, lernt euch persönlich kennen und schaut dann wie ihr zueinander steht.
Hallo Alea, vielen Dank für die freundliche Begrüssung. Du hast völlig recht. Wir müssen diese Chat-Distanz überwinden und uns gegenseitig spüren, bevor wir mehr wissen können. Sonst hat jeder nur sein Idealbild im Kopf. Ist ja auch keine Sache, weil wir uns beide schon grundsätzlich darauf geeinigt haben, uns mal ganz normal zu treffen, ohne BDSM-Kontext.
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Pleasetease
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Re: Ich falle einfach mal mit der Tür ins Haus

Beitrag von Pleasetease » So 27. Jan 2019, 10:15

Willkommen Kaneda
Danke dir fürs Teilen deiner Erfahrungen. Ich selbst habe auch eine Zeit lang mit einer Amerikanerin gespielt, die sehr wenig von sich Preis gab. Doch war sie sehr wohlwollend, sie unterstützte und motivierte mich beim Einstieg in die lokale Szene und freute sich über jeden Erfolg. Der Kontakt ist zwar verlaufen, doch ich sehe sie noch immer als Freundin an, die mir gezeigt hat, dass BDSM ein Teil von mir ist und bleiben soll.

Spannend in deiner aktuellen Situation ist ob dein Dom bereits reale Erfahrungen hat, ja vielleicht sogar Teil einer Community ist. Wenn ja, bist du vielleicht einer von vielen potentiellen Spielpartnern, und er weiss schon ein wenig wie damit umzugehen ist, und dir winken viellicht weitere Kontakte und vielleicht sogar die Chance die eine oder andere Erfahrung mit weiteren Personen zu machen.

So wie du schreibst ist es aber wahrscheinlicher, dass er noch nicht allzu viele reale Erfahrungen hat. Auch dann sind die Möglichkeiten auch sehr vielfältig. Von "ihr werdet euch nie Real treffen" bis "Lebenslange Freunde oder gar Partner" ist alles realistisch, und es ist schwer abzuschätzen was richtig oder falsch ist, und welcher Rat passt.

Zu viel Energie kann dazu führen, dass die Person sich unter Druck gesetzt fühlt und zurückzieht. Genau so besteht die Chance, dass zu wenig Hingabe und Engagement dazu führt, dass du zu unverbindlich wirkst und er mehr Bekenntnis von dir benötigt um das Vertrauen aufzubauen...
Also so oder so kann viel schief gehen, dennoch ist der Versuch herauszufinden, wohin dies führen kann und wird, dieses Risiko wohl wert.

Von daher mein Rat, versuch offen zu sein für kommendes, sei aufmerksam, was für Signale dir gesendet werden, gewähre Raum, sei aber da wenn du gebraucht wirst, habe Geduld, sei verständnisvoll und hab ganz viel Spass. BDSM macht das Leben meist nicht einfacher, aber intensiver und vielleicht besser.

Also viel Spass beim aktuellen und kommenden Wechselbald der Gefühle, nochmals herzlich willkommen in der Community, und vielleicht sieht man sich ja mal an einem Stammtisch.... oder noch schöner, euch zwei, dann seht ihr ob die Chemie stimmt ^^
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Kaneda
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Re: Ich falle einfach mal mit der Tür ins Haus

Beitrag von Kaneda » So 27. Jan 2019, 11:28

Pleasetease hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 10:15
Willkommen Kaneda
Danke dir fürs Teilen deiner Erfahrungen. Ich selbst habe auch eine Zeit lang mit einer Amerikanerin gespielt, die sehr wenig von sich Preis gab. Doch war sie sehr wohlwollend, sie unterstützte und motivierte mich beim Einstieg in die lokale Szene und freute sich über jeden Erfolg. Der Kontakt ist zwar verlaufen, doch ich sehe sie noch immer als Freundin an, die mir gezeigt hat, dass BDSM ein Teil von mir ist und bleiben soll.
Hallo Pleasetease, vielen Dank für deinen Rat. Mein Master und ich haben Offenheit, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis schon früh als Grundlagen der Beziehung definiert. Nicht immer ganz einfach, aber bisher klappt es sehr gut. Ich möchte das angesprochene Risiko jedenfalls eingehen, denn die neue Welt, die sich mir gerade auftut, will erforscht werden.

Zu deiner Frage: Ja, mein Dom ist erfahren und es gibt andere Spielpartner. Ich möchte hier nicht zu viel preisgeben, da mir seine Privatsphäre wichtig ist. Aber wir sind diesbezüglich offen miteinander und es hat mich auch letztlich dazu gebracht, mich ihm als sub anzubieten.
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Re: Ich falle einfach mal mit der Tür ins Haus

Beitrag von SadJoy » So 27. Jan 2019, 21:12

Danke für deine wunderbare Vorstellung. :)
Teilweise hast du genau meine Gedanken/Gefühle beschrieben... Du bist also nicht alleine :)
Leider kann ich dir nichts hilfreiches an die Hand geben, ausser die Stammtische und die Community hier!
Was mich noch interessieren würde; was meint dein Dom dazu?
liebs Grüessli
SadJoy


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Kaneda
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Re: Ich falle einfach mal mit der Tür ins Haus

Beitrag von Kaneda » Mo 28. Jan 2019, 23:00

SadJoy hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 21:12
Danke für deine wunderbare Vorstellung. :)
Teilweise hast du genau meine Gedanken/Gefühle beschrieben... Du bist also nicht alleine :)
Leider kann ich dir nichts hilfreiches an die Hand geben, ausser die Stammtische und die Community hier!
Was mich noch interessieren würde; was meint dein Dom dazu?
Hallo SadJoy, merci vielmals. Er meint eigentlich nicht viel dazu. Wir haben einige Regeln für die Beziehung abgemacht und er sagt mir sehr direkt und offen, was er von mir erwartet. Ich mag das sehr an ihm. Das verhindert bei so einer Online-Sache natürlich nicht, dass man sich sehr viele Gedanken macht, versucht zwischen den Zeilen zu lesen und alles stark zu interpretieren. Wir haben jetzt den Termin für ein erstes Treffen fixiert. Ich denke, das wird uns beiden sehr gut tun.
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Re: Ich falle einfach mal mit der Tür ins Haus

Beitrag von SadJoy » Di 29. Jan 2019, 01:11

Das freut mich für euch, das Treffen tut euch sicher gut.
Oh ja, viele Gedanken machen, zwischen den Zeilen lesen bis einem der Schädel brummt, due Tränen fliessen, nur um meistens festzustellen wie unnötig das Ganze war :scratch: kenne ich zu genüge... ich versuche mir bewusst zu machen das es meine Gedanken sind oder meine Interpretation ist und trotz allem ‚logischen‘ Denken falsch sein kann/meistens ist... leider funktioniert das in sonst schon schwierigen Momenten nicht so gut... Auch spreche ich das Gegenüber darauf an, ganz offen, um dem Karussell im Kopf endlich Einhalt zu gebieten, auch wenn ich dann ziemlich doof dastehe...
liebs Grüessli
SadJoy


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Kaneda
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Re: Ich falle einfach mal mit der Tür ins Haus

Beitrag von Kaneda » Di 29. Jan 2019, 20:00

SadJoy hat geschrieben:
Di 29. Jan 2019, 01:11
Das freut mich für euch, das Treffen tut euch sicher gut.
Oh ja, viele Gedanken machen, zwischen den Zeilen lesen bis einem der Schädel brummt, due Tränen fliessen, nur um meistens festzustellen wie unnötig das Ganze war :scratch: kenne ich zu genüge... ich versuche mir bewusst zu machen das es meine Gedanken sind oder meine Interpretation ist und trotz allem ‚logischen‘ Denken falsch sein kann/meistens ist... leider funktioniert das in sonst schon schwierigen Momenten nicht so gut... Auch spreche ich das Gegenüber darauf an, ganz offen, um dem Karussell im Kopf endlich Einhalt zu gebieten, auch wenn ich dann ziemlich doof dastehe...
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Offenheit und gegenseitiges Vertrauen das A und O in so einer Beziehung sind. Wie oft behalten wir Dinge für uns, weil sie uns unangenehm sind, weil wir den anderen nicht irritieren möchten, weil wir Wünsche oder Ängste nicht zu formulieren trauen, und und und. Ich habe auch mich schon dabei ertappt, meinem Master nicht die ganze Wahrheit sagen zu wollen, vielleicht nur eine kleine Notlüge anzubringen oder etwas zu verheimlichen. Aber dann denke ich mir: Nein, so läuft das jetzt nicht mehr, ich vertraue mich dem anderen voll und ganz an. Immer mit der gebotenen Vorsicht und gesundem Menschenverstand (und manchmal können Geheimnisse auch hilfreich sein), aber die Offenheit ist eines der grössten Geschenke der D/s-Beziehung für mich.
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